Urbane Gärten, eine Alternative?

Mein Interesse für alles was wächst besteht schon seit Jahren. Groß geworden im Berliner Speckgürtel, der viel Platz und relativ gute Böden für alle möglichen Pflanzen bietet, habe ich im Teenager-Alter mit Gemüse-Pflanzen und Kräutern auf dem elterlichen Grundstück angefangen zu experimentieren. Über die Jahre, die ich nun bereits in Berlin in einer Wohnung wohne, wurde meine bis dahin sehr bunte Welt schnell einfarbig, stadtfarbend-grau. Mit nur 150€ finanziellem Einsatz wurde aus meiner Wohnung ein Pflanzenparadies und gleichzeitig erhalte ich durch die geschickte Auswahl meiner Mitbewohner eine bessere Luftqualität. Dazu mehr hier: Liste der luftreinigenden Zimmerpflanzen

Doch irgendwann platzt jede Wohnung aus den Nähten. Man kann zwar noch mehr Pflanzen reinstellen, aber es passt halt auch nicht jede Art in jede Wohnung, manche brauchen die frische Luft und Wetter der ungebändigten Natur. Das gemeine Kraut, also Basilikum, Rosmarin, Thymian etc. kann sicherlich auch auf dem Fenstersims gezogen werden und mit allen möglichen Gerichten kombiniert werden. Solls dann mal größer als Basilikum werden reicht meistens der Platz nicht und möglicherweise auch die gärtnerischen Fähigkeiten. Mittlerweile haben viele Großstädte Urbane Gärten in irgendeiner Form. Das können unbearbeitete Stellen sein, die Hobbygärtner erlaubnislos gestalterisch der Natur zurückgegeben haben, brachliegende Abstellflächen, die von Anwohnern zu fruchtbaren Mini-Gemüsegärten kultiviert worden sind oder gar Vereine, die sich unter Anderem um die teilweise landwirtschaftliche Begrünung des Tempelhofer Feldes kümmern. Dort kann man sich immer Rat und hilfreiche Tipps holen und mit interessanten Menschen ins Gespräch kommen. Hier ein Link zu den bereits bestehenden Community-Gärten Berlins. Viele weitere Hobby- oder Profigärtnern in den Großstädten dieser Welt arbeiten gemeinsam an der Re-naturisierung unseres Lebensraums, der schon bereits über der Hälfte der Menschheit beherbergt, der Städte. Bis ins Jahr 2050 wird prognostiziert, dass alle Menschen in irgendeiner Form in einem urbanem Raum leben werden, umso mehr ein Grund bereits jetzt anzufangen über alternative Konzepte nachzudenken.

Ein mögliches Konzept ist das des “Guerilla Gärtners”.  Das bedeutet beispielsweise nicht dafür vorgesehen Flächen, wie Baumscheiben, Grünstreifen, Kreisverkehre usw. mit wenig Aufwand zum blühen zu bringen, Hochbeete zu bauen und Gemüse ziehen, oder einfach verlassene Orte der Natur zurückzuführen. Ich möchte euch einladen ein Teil zu werden der “Draussen Gesund pflanzt” Aktion, geplant für den Frühling des kommenden Jahres. Du erhältst ein Päckchen mit Samen verschiedener Wildblumen und Kräutern, die gemischt mit tierischem Exkrementen, Erde und Holzspänen zu “Würsten” gemacht werden, um dann gut transportierbar auf deiner Wahlfläche zu landen und sich gleich gut gedüngt an die Vermehrung und das Wachstum zu machen. Dazu trage dich einfach in das Kontaktformular ein und du wirst nach Bestätigung deiner Person die benötigten Materialen zu gegebener Zeit erhalten. Dein Paket wird nicht vor Mitte/Ende März bei dir sein, da der Frost in den letzten Jahren sehr weit in den Frühling überhing. Da die Samen und die Vorbereitung der Starter-Mischungen Zeit und auch ein wenig Geld kostet, bitte ich euch, die daran teilhaben wollen, nur einen kleinen Beitrag von mindestens 2€ zu spenden. Die Unkosten sollen gedeckt sein, wer mehr geben möchte und kann, darf dies natürlich auch tun, die Geste zählt. Details dazu folgen, wenn die Teilnehmerzahl feststeht. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit.

Bleib gesund!


Draussen Gesund 2016

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