“Sport aufn Feierabend?! Ich schaffe das zeitlich gar nicht.”

Dieser Satz fällt oft, wenn man mit verschiedenen Menschen über deren Freizeitgestaltung redet. Entweder sind es körperlose Berufe, die wegen der oft hohen psychisch-stresshaften Belastungen im Job für mentale Entspannung den Fernseher anmachen, oder der körperlich anstrengende Beruf,

dem jede Sekunde der physischen Inaktivität zum Feierabend wie Goldstaub erscheint. Beide wählen den offensichtlichen Weg und könnten zum eigenen Wohlgefühl mit Wenig sehr Viel bewirken.

Die versuchte Ursachenfindung:

Oft gewählte Freizeitbeschäftigung ist in Deutschland etwa Fernsehen, Radio hören und Lesen. Fast genauso häufig wird über Rückenschmerzen und körperliches Unwohlsein oder Unzufriedenheit über die eigene Figur ausgedrückt. Bewiesen wurde, dass fehlende Bewegung im Alltag, sei es die Gartenarbeit, Spaziergänge mit Freunden oder Sport an der Luft, zu häufig auftretenden Rückenproblemen und chronischen Erkrankungen führen kann. Durch das Ausbleiben der Bewegung und das möglicherweise bereits bestehende Rückenproblem, welches in sozialen Kontexten durch positive und mitfühlende Kommunikationen kurzzeitig gelindert wird, fällt man in einen Kreis aus Belohnung für’s Vermeiden von Bewegung und daraus folgt die ansteigende Schmerzpräsenz. Zudem kommt, dass viele Menschen, die während ihrer Arbeitszeit körperlich inaktiv sind, eher mit Stress durch den Chef, Deadlines, Quoten oder dem Umfeld als Solches belastet werden und keine Wege zur Kanalisation bestehen. Stress kann, wie viele Studien zeigen, zu psychischen schwerwiegenden Problemen und physischen Erkrankungen führen. Ebenso zeigt sich der Zusammenhang zwischen Stressabbau oder Stresskanalisation und jeder Form der Bewegung.

Wenn man allerdings, wie schon angedeutet, körperlich schwer arbeitet gehört man laut statistischer Erhebung des Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin nicht nur durch den eigenen Beruf, sondern durch die fehlende Freizeitbewegung ebenfalls zur Gruppe der häufiger erkrankten Menschen mit körperlichen Leiden. Es wird geraten selbst bei anstrengenden Berufen eine leichte sportliche Freizeitaktivität zu betreiben. Ganz nach dem Motto: “Wer rastet, der rostet!”

Ein Weg zur Lösung beider Probleme ist Bewegung. Besser sogar wenn man sich bewegt und soziale Kontakte pflegt.

Ansätze:

Du magst keinen Sport und verstehst sowieso nicht was alle von dir wollen? Sie wollen möglicherweise mit dir an deine eigenen Grenzen des physisch machbaren gehen. Sie wollen mit dir möglicherweise einen schönen Abend unter Freunden an der frischen Luft verbringen, wenn eine Partie Boule oder Wikingerschach (Kubb) angeboten wird. Vielleicht möchten sie dich auch nur mal vor die Tür kriegen 😉
Es gibt mittlerweile sehr viele Sport/Spielarten, die jeder Vorliebe für Bewegung gerecht werden können. Dafür muss man allerdings erstmal etwas ausprobieren, auch wenn sich herausstellt, dass du meinetwegen Frisbee-werfen richtig doof findest. Bist du mehr der Wurfspieltyp, der Lauf-Mensch oder ist das Fahrrad für dich der perfekte Ausgleich? Versuch es aus!

Ein paar Anregungen:

  • Wurfspiele
    1. Baseball/Football
    2. Kubb/Wikingerschach
    3. Dropin Hood
    4. Frisbee
    5. Boule/Boccia
    6. Ringewerfen
  • Ganzer Körper
    1. Calisthenic
    2. Slackline
    3. Boulder/Klettern
    4. Tanzen
    5. Fahrrad fahren
    6. Laufen

Egal wie man es macht, Bewegung ist wirklich wichtig! Wenn du gleichzeitig sogar noch soziale Kontakte pflegst und etwas Gutes isst, dann hast du auf einen Schlag viele gute Dinge erlebt.

So bleibt also Draussen Gesund!

 

Nachzulesen auf:

Zahlen und Fakten zur Freizeitwirtschaft in Deutschland

Stressmanagement – Stabil trotz Gegenwind

Zur diametralen Wirkung körperlicher Bewegung in Beruf und Freizeit auf das Rückenschmerzrisiko – Eine bundesweite Repräsentativstudie unter Berücksichtigung weiterer sozialer Risikofaktoren


Draussen Gesund 2016

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