Drachen steigen lassen!

Gefühlt habe ich seit dem Kindergarten keinen Flugdrachen steigen lassen. Warum eigentlich nicht? Man braucht viel Platz, stabilen Wind und vor Allem einen Drachen der flugfähig ist und den eigenen Flugfähigkeiten entspricht. Bis auf den Drachen sind das alles kostenfreie Dinge, die mit ein wenig Fahrzeit und einigen Besuchen bei Online-Wetterstationen einfach zu planen sind.

Ortswahl

Ganz nahe liegt natürlich einfach irgendein unbewirtschaftetes Feld zu nehmen, sich eine freie Stelle zu suchen und seinen Drachen mit viel Anlauf in die Lüfte steigen zu lassen. Als Städter ist genau das das größte Problem. In Berlin haben wir den großen Vorteil eines stillgelegten Flughafens, Berlin Tempelhof. Der Flughafen Tempelhof, mittlerweile nur noch Tempelhofer Feld genannt, ist nicht nur für Laien ein beliebter Treffpunkt für Kite-Boarding und Lenkdrachen aller Art, auch Professionelle Drachenflieger treffen sich einmal im Jahr in Berlin zum Riesen-Drachen-Festival auf dem Tempelhofer Feld. Eine jährliche Veranstaltung, die sehr zu empfehlen ist für alle Freunde des Spiels mit dem Wind.

Drachenwahl

Es gibt ja wirklich allerhand verschiedene Designs, aber eigentlich musst du dich nur zwischen Lenkdrachen und Einleiner entscheiden. Einmal entschlossen gibt es natürlich weitere Unterarten, entweder der zwei- bis vierleinige Lenkdrache oder die ebenfalls zwei- bis vierleinige Lenkmatte, in den unterschiedlichsten Dimensionen und Formen. Der klassische Flugdrache wird als Einleiner beschrieben. Selbst mit den Einleinern werden in einigen Ländern wie Japan oder Afghanistan traditionelle Drachenkämpfe, streng nach dem “Survival-Modus” ausgetragene Turniere, abgehalten. Mit dem Lenkdrachen hat man auf jeden Fall schnell viel Spaß. Stimmt einmal der Wind kann man nach kurzer Übung die “riskantesten” Manöver fliegen. Der Einleiner hat ganz andere Qualitäten, die durch seinen schlichten Minimalismus natürlich schwerer zu fliegen sind. Dafür ist man umso stolzer, wenn die erste Wende funktioniert.

Drachen selber bauen?

Da die handelsüblichen Werkstoffe, die auch bezahlbar sind, Holz und einfache Kunststoffe sind, wird man zwar viel Spaß beim Bau des Drachens, aber wenig Spaß beim Fliegen haben, weil Holzkonstruktionen leider wirklich schnell brechen. Erst kürzlich habe ich im Internet nach eben diesen Anleitungen und Modellen gesucht. Zu finden waren Drachen, von Anderen mit Holz gebaut, ab 30-40€ das Stück. Dabei ist zu bedenken, dass eine sehr harte Landung, die oftmals mit: “OOUUHHH!” begleitet die letzte Landung für den Holzdrachen sein kann. Mit Kindern kann und vielleicht sollte man auch mal so einen Drachen selber bauen. Eine Anleitung dazu findest du hier: Anleitung Drachen

 

Bis dahin viel Spaß im Wind und bleib’ gesund!


Draussen Gesund 2016

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