Das Reisbällchen “Onigiri”

Ich bin ein Fan von Reisgerichten! Ich finde Reis ist, wie auch die Kartoffel, ein extrem wandelbares Kohlehydrat-Lebensmittel. Die Anregung zu diesem Rezept habe ich aus einem der vielen “Jidai-Geki” Filme (Ran, Yojinbo usw.). Daraufhin habe ich schnell im Netz recherchiert und bin auf den Namen Onigiri gestoßen. Es heißt übersetzt ganz einfach Mahlzeit und diese Freiheit in der Begrifflichkeit bietet mindestens genau so viele Möglichkeiten dieses Gericht zu verändern. Es gibt salzige und süße Varianten, die auch noch immer für Kinder in Japan als “Schulbrot” angefertigt werden. Das heißt dann Bentobox und sieht im Prinzip so aus:124348162218816332167_20090528_01zx

Das Prinzip “Finger-Food” ist mir das Liebste, da ich auch mit der ganzen Hand als mein Werkzeug koche. Aus genau diesem Grund bin ich immer über schlaue Lösungen für jede Geschmacksrichtung von Finger-Food glücklich.

Einkaufsliste:

  • Klebereis
  • Getrocknete Datteln
  • Misopaste
  • Nori-Blätter
  • Sesam
  • Salz

Vorbereitung:

2 Cup Klebereis in einer großen Schale in 3 mal so viel Wasser für mindestens 3 Stunden, maximal 1 1/2 Tage, ziehen lassen. Stell dir für die Zubereitung eine Schale mit Wasser für die Hände in die Nähe. Durch das Wasser an den Fingern lassen sich die Bällchen besser formen, der Reis klebt nicht so stark.

Zubereitung

Den eingeweichten Reis abtropfen, ruhig nochmal durchwaschen und in den Reiskocher/Kochtopf, mit einer Daumenbreite Wasser über dem Reis kochen, dann nochmal 10 min köcheln, dabei den Deckel NICHT abnehmen oder entspannt den automatischen Kocher anschmeißen. Das Wasser sollte weg sein, wenn noch einige Reste blubbern und dampfen, dann kannst du vorsichtig den Reis wenden und es verdampft. Für Freunde des Reisgerichts ist der Reiskocher eine großartige Investition.

Der Reis ist also fertig. Schnell mit einem Holzlöffel aus dem Topf oder Kocher auf einen großen Flachen Teller verteilen, am besten sind Holzbretter oder Holzteller. Holzlöffel, weil man sonst den Reis zerbricht und quetscht, den Holzteller nutzt man wegen der klebenden Eigenschaften des Reis und als natürliche Kontrolle des Feuchtigkeitsgehalts. Den verteilten Reis leicht abkühlen lassen. Viele Rezepte im Netz sagen man soll zur Weiteren Verarbeitung salziges Wasser benutzen. Ich krümmel beim Wenden des Reis zum Abkühlen ein guten Schwung Salz aus dem Mörser mit rein, das habe ich einfach besser im Gefühl und der Reis ist gänzlich würzig, nicht nur außen. Dann die Hände ab ins Wasser und eine Handvoll Reis zu einem Bällchen Formen. Dabei leicht Druck ausüben, um den Reis zusammen zu kleben. Jetzt mit dem Daumen eine Mulde in den Ball drücken und nach Geschmack, in diesem Rezept mit Datteln oder Miso-Paste, füllen. Den Ball wieder schließen und das Bällchen runder als Rund rollen. Aufgepasst, das ist was wo man sich ganz gern mal “fest-rollt” :P.  Den Ball nach dem Formen auf ein halbiertes Nori-Blatt legen und umwickeln. Mit ein wenig Wasser macht man die Alge klebend. Die andere Variante ist dem Onigiri einen Mantel aus Sesam zu verpassen. Dafür lege dein Reisbällchen auf einen Teller oder ähnliches und Streusel Sesam drüber, alles was vom Onigiri runterfällt wird danach reingerollt. Fertig ist dein Onigiri für unterwegs oder zu Hause!

Ein Tipp für alle Eltern. Verziert einfach die, ich nenne Sie wegen ihres knubbeligen Aussehens einfach mal Reis-Raupen, Onigiri mit Gesichtern aus Obst oder mit Lebensmittelfarbe und Bums! sind die Onigiri auf dem nächsten Kindergeburtstag beliebt wie Freibier auf der Fanmeile.

P.S. Ideen für Onigiri-Füllungen: trockene Früchte, Pasten (Miso, Pesto), Gemüse oder Cremes wie Erdnussbutter etc.

Guten Appetit und bleib Gesund!


Draussen Gesund 2016

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